Zunftwappenscheibe aus Glas — Heraldik, Heroldskunst und Wappenwesen
Die Heraldik wird bei den Zünften von Zürich gepflegt. Für das Wappenwesen der einzelnen Zünfter ist die Wappenkommission zuständig. Eine Zunftwappenscheibe wird gerne zu einem besonderen Anlass gestiftet. Heroldskunst (von einem Herolden entwickelt) ist einfacher ausgedrückt Wappenkunde.
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Zunftwappenscheibe
Ein Zusammenschschluss der Gewerke, Handwerker zu Zünften oder Gilden mit strengen Regeln und Gesetzen beginnt bereits im frühen Mittelalter.
Als Zeichen ihrer Verbundenheit führen sie Werkssymbole, Gemeinschaftszeichen, Zunftzeichen, die zunächst im Siegel und Banner, später auch im Zunftwappen Aufnahme finden.
Sie erscheinen erstmals im 14. Jahrhundert und stehen als heraldisches Zeichen für den gesamten Berufsstand einer bestimmten Handwerksdiziplin. Das einzelne Zunftmitglied darf das Wappen seiner Zunft nicht als persönliches Wappen führen, wohl aber als Hinweisschild und Garantiezeichen für zünftige Arbeit an seinem Haus anbringen.
Heraldik, Heroldskunst und Wappenwesen
Bei der Vielzahl von Wappen - die Heere hatten noch keine Fahnen - waren schon im 12. Jahrhundert Fachleute nötig, die in einer Schlacht die Wappen von Freund und Feind identifizieren konnten. Dies waren die Herolde. Abgeleitet davon ist der Begriff Heraldik. So wurden die Herolde nach und nach zu Kennern des Wappenwesens und zeichneten Wappenbücher. In veränderter Form hat sich übrigens die Amtskleidung der Herolde bei unseren Standesweibeln erhalten.
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