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Kabinettscheibe aus Glas

Im Mittelalter haben sich Stifter von Kirchenfenstern mit ihrem darin abgebildeten Wappen zu erkennen gegeben. Später hatten Wappen als Scheiben ausgeführt die Bürgerstuben zu schmücken. Ab den 14.Jhdt. entstanden so wertvolle Kabinettscheiben, im Ausland auch Schweizerscheiben genannt.

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Kabinettscheibe

KabinettscheibeAls eigenständige Gattung der Glasmalerei traten Wappenscheiben erstmals im 13. Jahrhundert in England und im 14. Jahrhundert im übrigen Europa auf. Oft in Form von Stifterbildern in Verbindung mit einer Fensterverglasung.

Anlässlich der Hochzeit oder der Hauseinweihung von Freunden und Nachbarn gestiftete Wappenscheiben wurden auch Fensterbierscheiben genannt.

Seit dem letzten Viertel des 14. Jh. bildeten die motivisch mit Jagdmotiven, Minneszenen erweiterten Wappenscheiben oft den Mittelteil der Fensterverglasungen von Patrizierhäusern. Man stellte sie in Serie her und fügte nur das Hauswappen des Käufers ein.

Die Kabinettscheiben hatten in der Schweiz ein längeres Leben als anderswo, ja sie wurden bis Mitte 18. Jahrhundert hergestellt. Sie wurden zu einem Exportartikel und wurden wegen ihrer Herkunft auch Schweizerscheiben genannt. Das Schenken und Beschenktwerden förderte Freundschaften und soziale Kontakte in einem Maß, wie wir es uns heute kaum vorstellen können.

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