Jugendstilverglasungen
Um die Wende 19./ 20. Jahrhundert hat mit dem Jugendstil die Glasmalerei eine Blütezeit erlebt. Architektur hat in der Belle-Epoce die Jugendstilverglasung als wichtigen Teil integriert. Viele Jugendstilverglasungen aus dem Hause Glas Mäder Zürich sind heute noch erhalten.
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Begriff
Der Begriff ist nur im deutschsprachigen Raum, den Niederlanden und in Lettland in Gebrauch, so benannt nach der 1896 gegründeten Münchner illustrierten Kulturzeitschrift Die Jugend. Dabei ist dieser Begriff in seinem heutigen relativ wertfreien Sinne durch die spätere kunstgeschichtliche Rezeptionsliteratur geprägt worden. Beim Aufkommen des Begriffs um 1901 wird der Jugend- und Secessionsstil in den einschlägigen Zeitschriften ('Dekorative Kunst', Autoren: Hermann Muthesius, Julius Meier-Graefe) als kritisches Etikett für die modische Popularisierung und die dabei als karikierend empfundene Nachahmung der neuen Formen in den (Einzel-)Werken von Künstlern wie etwa van de Velde durch die Industrie mit ihrer ('billigen') kunstgewerblichen Massenproduktion verwendet.
Doch hat mit der Vervielfältigung von hervorragender Gestaltung diese Epoche einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung von Schönem in breiten Befölkerungsschichten geleistet.
Jugendstilverglasungen
Die Wende zum 20. Jahrhundert war eine goldene Zeit für die Glasmalerei. Mit der Industrialisierung wuchsen die Städte rasch, Architekten bauten mit repräsentativen Häusern zum neuen Lebensgefühl der Bürgerlichkeit passende Gesamtkunstwerke. Eine wichtige Aufgabe fiel der dekorativen Verglasung zu. So wurden Treppenhausfenster, Wohnungsabschlüsse, Windfänge von Veranden und vieles mehr mit der wiederentdeckten Technik der Glasmalerei in der neuen Formensprache verglast.
Es entstanden Manufakturen wie die Unserige, wo von etlichen guten Handwerkern nach Mustermappen von hervorragenden Entwerfern die dem Geschmack der Zeit entsprechenden Verglasungen hergestellt wurden.
Von Kunstverglasungen nach heutigem Verständnis kann bei diesen Manufaktur-Arbeiten nicht gesprochen werden, aber sie erfüllten den Wunsch nach in Gestaltung und Ausführung erstklassiger Dekoration zu erschwiglichen Preisen.
Einzelne Künstler schufen auch damals einzigartiges. Nicht alles was im Jugendstil entstand ist "Dutzendware". Kommt erfreulicherweise dazu, dass heute wieder ein allgemeines Interesse an dieser Epoche und ihrer Ausdrucksform erwacht ist.
So erstaunt es nicht, dass unser Atelier mit der Restaurierung von Jugendstilverglasungen aber auch Neuanfertigungen in der Art jener Zeit beschäftigt ist.
Glas Mäder AG
Design, Kunst & Bau seit 1887
Freyastrasse 12, 8036 Zürich
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