Brandschutz — Brandschutzglas
Brandschutz ist ein ernst zu nehmendes Thema. Zur Anwendung müssen die zugelassenen Normen bei der zuständigen Gemeinde eingeholt werden. Das Brandschutzglas ist jedoch immer nur mit einem entsprechenden Rahmensystem geprüft und zugelassen.
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Klassierungen
In der Schweiz wird der Brandschutz auf kantonaler Ebene geregelt. Die Kantone delegieren oft die Brandaufsicht den Gemeinden. Die Behörde bestimmen die Anforderungen und kontrollieren deren Einhaltung. Die Dachorganisation der Brandschutzbehören ist die Vereinigung Kantonaler Feuerversicherungen VKF. Diese vereinheitlicht die Brandschutzvorschriften, welche den Kantonen weitergegeben werden.
Die Klassierung der Brandschutzgläser gibt die Art und minimale Dauer des Feuerwiederstandes an. Die zeitlichen Abstufungen betragen jeweils 30 Minuten. Beispiele: R30, T60 oder F90.
Klassierungen:
Europäische Klassierung EN 1364-1
Schweizer Klassierung nach VFK-Prüfnorm
- Tragende und raumabschliessende Bauteile
- EN = REI / CH = F
- F-30, 60, 90, 120, 180, 240
- Raumabschliessend bewegliche Teile wie Türen und Tore
- EN= EI / CH=T, T-30, 60, 90
- Rauch- und flammendichte Abschlüsse / EN=E / CH=R
- R-30, 60
- E / R -Gläser verhindern den Flammen- und Brandgasdurchtritt in Abhängigkeit von bestimmten Zeiten; die Brandhitze kann sich ausbreiten.
- REI + EI / F + T -Gläser verhindern neben dem Flammen- und Brandgasdurchtritt für eine gewisse Zeit auch das Hindurchtreten der Wärmestrahlung; die Brandhitze kann sich nicht ausbreiten.
Das Verzeichnis der Schweizerischen Brandschutz-Zulassungen erhalten Sie unter www.gvz.ch der Gebäudeversicherung des Kantons Zürich.
Brandschutzgläser
E / R -Verglasungen enthalten meistens eine Einzelscheibe. Während der Feuerwiderstandsdauer darf sie durch die Hitzeeinwirkung weder zerspringen noch abschmelzen.
Zu dieser Gruppe gehören beispielsweise Drahtspiegelgläser und Drahtgussglas mit punktgeschweißtem Netz, Borosilikatglas, zwei Einscheibensicherheitsgläser in einem speziellen Lochrahmen.
REI + EI / F + T -Verglasungen werden in der Regel als Verbundsicherheitsgläser ausgeführt. Bei ihnen steht die Verhinderung einer Brandausbreitung durch Wärmestrahlung im Vordergrund. Ihre Wirkungsweise ergibt sich aus dem Verdampfen von Wasser oder Wasserglas in den Scheibenzwischenräumen, wodurch eine undurchsichtige wärmedämmende Schicht entsteht.
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