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Design und Verarbeitung von Glas – Beratung und Verkauf
Design und Verarbeitung von Glas – Beratung und Verkauf

Bleiverglasung und Rautenverglasung

Glas Mäder stellt Bleiverglasungen aller Art in traditioneller Technik her. Dazu zählen die bekannten Waben-, Butzen- und Rautenverglasungen. Diese passen besonders in historische Gebäude.

Butzenverglasungen sind charakteristisch durch die Reihen von Rundscheiben- eben Butzen. Das Merkmal der Butzen ist der Ansatz des Hefteisens im Zentrum. Butzen werden mit Durchmessern von ca. 8 und 10cm hergestellt in gelber, grüner und klarer Tönung.

Andere Formen von Rundscheiben-Verglasungen entstehen durch die Verarbeitung von Mondscheiben, Antikglas oder anderen Glassorten. Wabenverglasungen können aus 6-Ecken von Mondscheiben, Antik- und weiteren Gläsern in verschiedenen Tönungen hergestellt werden. Weitere traditionelle Flächeneinteilungen sind Rechtecke, Scheizerrauten, Flechtwerke und einige mehr. 

Unser Atelier

Wir stellen Bleiverglasungen her

Glas Mäder stellt Bleiverglasungen aller Art in traditioneller Technik her. Dazu zählen die bekannten Waben-, Butzen- und Rautenverglasungen. Diese passen besonders in historische Gebäude.

Haken

Bleiverglasungs-Herstellung Mehr Infos

Die traditionellen Flächenverglasungen

Wie die Bezeichnung vermuten lässt, sind Glas und Blei die wichtigsten Grundstoffe. 

Beim Glas handelt es sich in aller Regel um mundgeblasenes Glas. Dieses wird in zwei europäischen Glashütten nach alter Methode hergestellt. Wir kaufen dort die Antikgläser in Tafelform, die Butzen als Rundscheibchen und die Mondscheiben in Tellerform ein.

Das Blei für die verbindenden Ruten kann als Fertigware, Halbfabrikat oder in Barrenform bezogen werden. In unserem Atelier werden alte Bleiruten eingeschmolzen, mit Beigabe von Zinn oder Rohblei auf die richtige Härte legiert und anschliessend im Bleizug zum gewünschten Profil gewalzt.

Das Herstellungsprinzip der Bleiverglasung ist, aus einzelnen kleinen geometrischen Teilen durch aneinanderreihen eine grössere Fläche zu produzieren. So konnten zu Zeiten, wo die grossflächige Glasherstellung noch nicht möglich war schon grössere Fensterflächen mit dem durchsichtigen und lichtdurchlässigen Glas verschlossen werden. Pergament, dünne Alabasterplatten oder Holzläden waren die Alternative. Heute gäbe es durchaus die genügend grossen Gläser, zu historischen Gebäuden oder einem entsprechenden gestalterischen Wunsch passen die traditionellen Bleiverglasungen einfach besser.

Die Weichheit des Werkstoffes Blei ermöglicht es, die Ruten im kalten Zustand um die auf die richtige Grösse zugeschnittenen Gläser zu biegen. So wächst auf dem Werktisch eine Verglasung in einem Randblei durch das Ineinanderfügen von Bleiprofilen und Glasteilen bis zur fertigen Grösse.

Anschliessend muss das Blei zugestrichen werden, mit Lötkolben und Zinn werden die Berührungspunkte der Bleiruten verbunden. Diese Arbeit muss beidseitig ausgeführt werden, es besteht auch die Möglichkeit die gesamte Bleioberfläche zu verzinnen.

Nun ist das Feld fertiggestellt, aber weder dicht noch stabil. Mit Kittmasse werden alle Hohlräume zwischen Bleiprofilen und Glas ausgefüllt, anschliessend mit Sägemehl und Fegbürste gereinigt und poliert. So ist das Bleifeld zum Einsatz in ein Fenster bereit.

Für Verglasungen von mehr als 1/2 Quadratmeter Grösse sind als Verstärkung und Versteifung noch sogenannte Windeisen nötig. Über Haften mit dem Blei verbunden verhindern sie die Bildung von Bauchungen.

Viel Handarbeit für ein Produkt, das so schon vor hunderten von Jahren hergestellt wurde und diesen Aufwand mit seiner Langlebigkeit auch heute noch rechtfertigt.